Naturheilpraxis und Ernährungsberatung für Hunde
Carolin Schneider - Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin

Hallo und herzlich Willkommen auf

Knödels Blog

Ich bin Knödel und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht über alles zu bloggen was mir so unter die Schnauze kommt und wovon ich denke, das es für Hunde und Hundemenschen interessant sein könnte.
Hauptsächlich wird es hier Artikel zu den Themen (Hunde)-Ernährung, Naturheilkunde und Gesundheit geben.

Ich hoffe ihr habt ganz viel Spass beim stöbern und lesen. Ich werde versuchen jeden Monatg einen neuen Artikel für euch zu veröffentlichen.

Euer Knödel - 29.08.2020

Neueste 5 Einträge

  • Giftige Lebensmittel für Hunde
  • Xylit-Vergiftung beim Hund – ab wann wird es lebensbedrohlich?
  • TCM-Element - Hunde-Persönlichkeitstyp
  • Leishmaniose
  • Mit einem Schlag alt

2020-09-12

Giftige Lebensmittel für Hunde

Hallo Zusammen

Heute habe ich was ganz praktisches für euch - eine Liste mit Lebensmitteln die für uns Hunde giftig sind. Enthalten sind auch die Giftstoffe, welche Menge giftig ist und was die Symptome sind. Am besten gleich ausdrucken und in der Küche aufhängen. (Indem ihr auf die Grafik rechtsklickt könnt ihr sie abspeichern).

Giftige Lebensmittel.png

Ab nächster Woche habe ich vor eine A-Z Reihe zu starten. Was wollt ihr lieber? Gemüse oder Obst zuerst?

Euer Knödel

Carolin Schneider - 14:37:44 @ Ernährung | 1 Kommentar

2020-08-31

Xylit-Vergiftung beim Hund – ab wann wird es lebensbedrohlich?

Kndel Totenkopf.pngDie meisten von euch haben bestimmt schon mal davon gehört, dass Xylit bzw. Birkenzucker extrem gefährlich, manchmal sogar tödlich, für uns Hunde sein kann.

Ich hab mich mal ein bisschen für euch schlau gemacht ab welcher Menge Xylit tödlich ist, worin er sich versteckt und was ihr tun könnt, wenn Xylit gefressen wurde. Aber der Reihe nach:

Was ist Xylit?
Xylit, auch Xylitol genannt, ist ein Zuckeraustauschstoff der natürlich in verschiedenen Gemüse- und Obstsorten (z.B. Blumenkohl, Erd-/Himbeeren, Pflaumen)  sowie in der Rinde bestimmter Holzarten vorkommt (z.B. Birke, Buche). Birkenzucker wird aber nicht direkt aus Birkenholz gewonnen, wie der Name vermuten lässt, sondern aus Holzgummi (Xylanen) verschiedener Laubhölzer und landwirtschaftlichen Reststoffen (z.B. Maiskolbenreste, Stroh usw.). Er ist auch unter der E-Nummer 967 bekannt.

Warum ist Xylit für uns Hunde giftig?
Durch die Aufnahme von Xylit kommt es im Stoffwechsel von uns Hunden zu einem massiven Insulinanstieg und somit zu einer Unterzuckerung, also einem Abfall der Blutglukose. Unbehandelt führt diese zum Tod. Auch zu Leberversagen kann es durch Xylit kommen.

Welche Menge Xylit ist für uns Hunde gefährlich?
100 mg (0.1 g) pro kg Körpermasse kann zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung führen.

Welche Symptome treten auf?
Kurz nach einer übermässigen Aufnahme von Xylit, also 15 – 30 Minuten später, kann es unter anderem zu folgenden Anzeichen einer Unterzuckerung kommen:
- Erbrechen
- Apathie
- Zittern
- Krämpfe
- Koma

Bei sehr schweren Fällen oder einer kleinen Menge Xylit, die aber über einen langen Zeitraum regelmässig verabreicht wird kann es zu Leberversagen kommen. Die Symptome sind hier unter anderem:
- Gelbe Verfärbung der Schleimhäute und des Weiss in den Augen
- Müdigkeit
- Krämpfe
- Durchfall, Erbrechen
- Appetitverlust
- Gestörte Blutgerinnung
- Flüssigkeitsansammlung im Bauch

Was tun wenn Xylit gefressen wurde?
Sofort zum Tierarzt. Wenn noch keine Vergiftungssymptome aufgetreten sind, stehen die Chancen gut, das eine Entgiftung durch den Tierarzt (Erbrechen) schlimmeres verhindern kann. Treten die ersten Symptome auf ist die Prognose schlecht. Der Tierarzt wird hier versuchen zu stabilisieren. Wie hoch die Überlebenschancen sind hängt dann von der Menge des aufgenommen Xylits ab und ob es zu Leberversagen und Koma kommt, dann besteht meistens keine Chance mehr auf Rettung. Bei einer Xylit-Aufnahme sollte man IMMER SOFORT zum Tierarzt. Abwarten kann hier tödlich enden.

Worin ist Xylit?
- Zuckerfreie Kaugummis
- Zahnpasta
- Gebäck
- Süssigkeiten
- Diätlebensmittel
- Globuli

Also eigentlich alles Dinge die wir Hunde eh nicht fressen sollten. Doch wie schnell haben wir mal was vom leckeren Diätkuchen oder anderen Süssigkeiten geklaut. Oder unser Besitzer gibt uns was ab, ohne sich darüber klar zu sein das Xylit enthalten ist oder wie gefährlich es für uns ist. Und was vielen gar nicht bewusst ist, ist das inzwischen die meisten Globulis Xylit enthalten. Klar, dass ist nur eine winzig kleine Menge, aber auch die kann bei einer regelmässigen Verabreichung zu erhöhten Leberwerten und irgendwann zu einem Leberschaden führen.

Nun würde mich ja noch interessieren: Welche Lebensmittel mit Xylit gibt es bei euch zu Hause? Bei uns gibt es gar keine. Sicher ist sicher.
Schreibt in die Kommentare und passt auf euch auf!

Euer Knödel

Carolin Schneider - 17:05:40 @ Ernährung, Tierheilpraxis | Kommentar hinzufügen

2020-08-26

TCM-Element - Hunde-Persönlichkeitstyp

Kndel bloggt Kopie.pngHallo, ich bin Knödel und ich möchte euch alle zu meinem ersten Blogartikel begrüssen.
Man was bin ich aufgeregt. Das schwierigste an so einem Blogartikel ist ja erst mal, über was man überhaupt schreiben soll. Was interessiert denn die Menschen und ihre Hunde da draussen?

Aber ich dachte mir, ich fange erst mal mit mir an. Ich bin der Knödel und wie man unschwer erkennen kann ein Corgi. Ich bin furchtbar neugierig und immer auf der Suche nach neuen, spannenden Informationen. Da kommt es mir natürlich gerade recht, wenn die Carolin immer ihre Bücher überall offen rumliegen lässt. Ab und zu fragt sie sich natürlich warum in ihren Büchern überall Abdrücke von feuchten Hundenasen sind, aber das ich lesen kann weiss sie natürlich nicht. Wenn ich nicht gerade lese, esse ich, weswegen sich mein Blog hier wohl hauptsächlich um Ernährung, Gesundheit und Naturheilkunde für Hunde drehen wird, dass sind nämlich auch die Themen mit denen sich Carolin ganz viel beschäftigt und deswegen weiss ich auch sehr viel darüber.  Ansonsten bin ich noch sehr gerne in der Natur unterwegs. Ab und zu kommt dann bei mir auch schon mal der Jagdhund durch und ich bin kaum noch zu halten.

Aber nun genug von mir. Ich wollte euch ja noch was erzählen. Als ich mir letztens mal wieder ein Weiterbildung angehört habe – Ok die Carolin hat sie sich angehört, aber ich war natürlich mit grossem Interesse dabei – da haben wir uns mit TCM, also der traditionellen chinesischen Medizin beschäftigt. Und wisst ihr was? Zu jedem der 5 Elemente (Feuer, Erde, Wasser, Holz und Metall) gibt es einen Hunde-Persönlichkeitstyp. Das fand ich ja mal spannend vor allem als die Beschreibung des Feuerelements voll auf mich zutraf. Ich bin also ein Feuerhund. Und ich dachte mir, dass ihr sicher auch Spass daran hättet herauszufinden welcher Elementtyp ihr seid und deswegen habe ich was für euch gemalt.

TCM Karte klein.jpg

Und nun kommt natürlich noch die Auflösung. Schreibt doch in die Kommentare welcher Elementtyp ihr seid und ob es bei euch auch so gut passt wie bei mir.

Der Erd-Hund
- treu und freundlich
- lässt sich durch fast nichts aus der Ruhe bringen
- Kinder lieben ihn
- hat kein Interesse an Gerangel um die Rangordnung
- hat gerne ein ruhiges Leben
- lernt nur langsam
- mag keine Kälte
- neigt zu rheumatischen Erkrankungen, Arthritis und Verdauungsproblemen

Der Wasser-Hund
- intuitiv und emotional
- liebt es gestreichelt zu werden
- in seinen Augen kann man versinken
- wird durch Neues schnell verunsichert
- mag keine Veränderungen
- muss ständig in Bewegung sein und will beschäftigt werden
- übereifrig beim Lernen
- friert schnell
- anfällig für chronische Krankheiten, Blasenentzündungen/-schwäche, schlechte Zähne und - Verspannungen im Rücken

Der Holz-Hund
- dominant, mutig und ausdauernd
- hat ein super Gedächtnis
- braucht Action und was zu tun
- Langeweile kann zu Aggression führen
- man muss wissen wie man mit ihm umzugehen hat
- ist sehr ehrgeizig z.B. Beim Hundesport
- Ärger bereitet ihm grossen Stress
- anfällig für Bindehautentzündungen und neigt zu Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich

Der Feuer-Hund
- fröhlich und voller Leben
- ständig in Bewegung
- kann schnell gestresst sein
- reagiert sehr stark auf die Gefühle seines Besitzers
- Erregungszustände können zur Hysterie werden
- hat eine schnelle Auffassungsgabe und durchschaut jeden Trick
- schnell erschöpft, aber auch sehr schnell wieder erholt
- bei Langeweile sucht er sich eine eigene Beschäftigung
- neigt zu epileptischen Anfällen und Dehydration

Der Metall-Hund
- ausgeglichen und intelligent
- kann sich nur schwer entspannen
- sehr eigenständig
- kann sich gut in ein neues Rudel integrieren
- liebt kniffelige Aufgaben
- gibt immer sein Bestes
- Trauer behindert bei ihm die Atmung
- neigt zu Haut- und Lungenerkrankungen

Carolin Schneider - 17:03:19 @ Allgemein | 2 Kommentare

2020-05-02

Leishmaniose

Was ist es und wie kann man mit Ernährung und Vitalpilzen den Hund unterstützen?

Die Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die sich im gesamten Körper verbreiten und in allen Organen chronische Entzündungen hervorrufen kann. Übertragen wird sie durch die Sandmücke, die vor allem in warmen Regionen wie z.B. Dem Mittelmeerraum vorkommt. Durch den Stich der Sandmücke gelangen die Leishmanien in die Haut und bilden dort kleine Knötchen. Von dort aus besiedeln sie die weissen Blutkörperchen und können sich so im ganzen Körper verteilen. Es gibt unterschiedliche Erreger der Leishmanien. Beim Hund handelt es sich hauptsächlich um den Erreger Leishmania infantum.

Leishmaniose.jpg
Die Inkubationszeit der Leishmaniose kann von Monaten bis hin zu Jahren dauern. Die Symptome sind unterschiedlich stark ausgeprägt und können auch von anderen Krankheiten verursacht werden. Dies erschwert, neben der langen Inkubationszeit, die Diagnose.
Eine Diagnose kann je nachdem über das Blut, unter dem Mikroskop nach einer Punktion oder Biopsie, eine Titer-Bestimmung oder durch Nachweis der Erreger-DNA durch einen PCR-Test gestellt werden.

Symptome die unter anderem auftreten können:

- wiederkehrendes Fieber
- Schläfrigkeit
- Gewichtsverlust
- Hautveränderungen wie z.B. Entzündungen oder haarlose Stellen jedoch ohne Juckreiz
- Leistungsfähigkeit nimmt ab
- Bewegungsstörungen
- Teilnahmslosigkeit

Was macht der Tierarzt?
Leishmaniose ist beim Hund nicht heilbar! Ohne Behandlung sterben die meisten Hunde nach 2 – 3 Jahren. Mit Behandlung überleben ca. 2/3 der Hunde 6 Jahre. 10% der Hunde schlagen nicht oder fast nicht auf die Behandlung an. Der Tierarzt behandelt meist mit Allopurinol. Des weiteren stehen die Mittel Miltefosin, Domperidon oder Antimonpräperate zur Auswahl. Welches Mittel das Richtige ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Wie kann man den Hund mit der Ernährung unterstützen?
Die meisten Hunde werden mit Allopurinol behandelt. Während dieses Mittel zum einen die Vermehrung der Leishmanien weitestgehend zum erliegen bringt, vermindert es aber auch gleichzeitig den Abbau von Purin. Hierdurch steigt der Xanthin-Spiegel an, was zu Erkrankungen der Nieren, Blase und Harnwegen führen kann. Deswegen ist es wichtig den Hund purinarm zu ernähren. Wer Fertigfutter füttert sollte also auf eine purinarme Sorte wechseln. Wer barft oder kocht sollte auf purinarme Lebensmittel zurück greifen und auf Innereien sowie Haut und Sehnen komplett verzichten. Der Mineralstoff- und Vitaminverlust muss mit Zusätzen entsprechend ausgeglichen werden. Hier sollte man am Besten einen Ernährungsberater oder Tierarzt hinzuziehen.

Wie Vitalpilze bei Leishmaniose unterstützen?

Vitalpilze können:

- Entzündungen hemmen
- Leishmanien Vermehrung verlangsamen
- Abschwellend auf Lymphknoten wirken

- antiparasitär wirken
- die Niere, Haut und den Darm unterstützen
- das Immunsystem stärken
- und vieles mehr

Welche Vitalpilze genau zum Einsatz kommen hängt vom Hund und dessen Symptomen ab. Unter anderem kommen der ABM, Chaga, Cordyceps, Hericium und Reishi in Frage. Hier emphielt es sich einen Mykotherapeuten hinzuzuziehen.

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 14:00:13 @ Tierheilpraxis | Kommentar hinzufügen

Mit einem Schlag alt

Schilderung der Schlaganfallbehandlung meiner Hündin mit Myco- und Phytotherapie

Tag 0 – Ende März 2018

Ich komme gerade vom Kaffee zurück in mein Büro. Meine 7.5 jährige Jack Russell Hündin Pixi schaut mich aus der Hundebox heraus mit grossen Augen an. Ich beuge mich über sie, frage was los ist. Sie versucht meinem Blick zu folgen – und fällt einfach um. Irgendetwas stimmt nicht und zwar ganz und gar nicht. Ich öffne die Hundebox und möchte das sie raus kommt. Sie versucht es, will zu mir, doch die komplette rechte Seite ihres Körpers ist kraftlos und kann von ihr nicht wirklich benutzt werden. Ich nehme sie auf den Arm, setzte mich hin und streichle sie beruhigend während ich die Tierärztin anrufe.

Kurze Zeit später sind wir dort. Pixi kann ihre rechte Körperhälfte wieder soweit benutzen das sie nicht ständig umfällt, ist jedoch in ihrer Motorik noch stark eingeschränkt. Den grössten Teil des Anfalls habe ich, da ich nicht im Raum war, wohl gar nicht mitbekommen.

Diagnose: Schlaganfall – Blutgerinnsel im Gehirn

Und nein, wir reden hier nicht vom Vestibularsyndrom, dessen ideopatische Form meistens nur einmal auftritt und von dem sich der Hund zumeist komplett erholt, sondern von einem richtigen Schlaganfall. Einem Ereignis, dass jederzeit wieder kommen kann, dass zu Einschränkungen führen und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Die Tierärztin machte mir hier wenig Hoffnung das dies der einzige Schlaganfall bleiben würde und leider sollte sie recht behalten.

Um als Ursache einen Herz- und Lungenwurm (Angiostrongylus) auszuschliessen wurde noch Blut abgenommen. Wir bekamen Karsivan – ein durchblutungsförderndes Medikament – mit nach Hause und holten in der Apotheke noch ein Vitamin B-Komplexmittel.

Tag 3 – Ende März 2018

Pixis motorische Einschränkungen haben sich über das Wochenende komplett erholt. Ein Anruf bei der Tierärztin bestätigt meine Vermutung – kein Angiostrongylus. Woher auch? Doch was nun? Laut Tieräztin bleibt mir nichts anderes übrig als das Karsivan als Dauertherapie zu geben und zu hoffen, dass es keinen weiteren Anfall geben wird.

Einige Monate später – Herbst 2018

Das Karsivan wurde inzwischen durch ein Ginkgo-Präparat ersetzt und wir haben einen weiteren Schlaganfall hinter uns von dem sich Pixi aber innerhalb weniger Stunden erholte. Allerdings habe ich das Gefühl einen uralten Hund zu Hause zu haben. Vor allem im Vergleich zu meinem gleichaltrigen Jack Russell-Mischling Jack fällt das auf. Weder das Karsivan noch der Ginkgo konnten etwas daran ändern das Pixi langsam, lustlos und schlecht gelaunt ist. Alles scheint ihr schwer zu fallen, allein das Aufstehen aus dem Hundekörbchen zum Gassi gehen dauert ewig oder wird komplett verweigert. Ich möchte mehr tun – da muss es doch was geben… Gerade mache ich eine mehrmonatige Ausbildung um mich als Tierheilpraktikerin auf Mycotherapie zu spezialisieren. Vitalpilze, ja, das ist einen Versuch wert.

Frühling 2019

Pixi bekommt inzwischen mehrere Vitalpilze

- zur Durchblutungsförderung

- zur Leistungssteigerung

- zur Förderung des Immunsystems

- die antidepressiv wirken

- mit verjüngendem Effekt

Und ich erkenne meine Hündin nicht wieder. Oder doch, ich erkenne die junge verrückte Hummel wieder, die Pixi war als sie 2 – 3 Jahren alt war. Lange Wanderungen, ausgelassenes Toben mit Jack… Pixi ist wieder ein fröhlicher und vitaler Hund.

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Herbst 2019

Ein Jahr lang Vitalpilze – ein Jahr mit Höhen, aber auch  ein paar Tiefen. Pixi hatte noch zwei weitere kleine Schlaganfälle und sie hat ihr rechtes Hinterbein immer weniger unter Kontrolle. Ansonsten ist sie allerdings fit, hat gute Laune, spielt und auch lange Spaziergänge bzw. Wanderungen macht sie ohne Probleme mit – teilweise bis zu 20 km. Bis jetzt schränkt sie das Bein kein bisschen ein. Doch ich befürchte, dass das nicht so belieben wird und entschliesse mich zusätzlich zu den Vitalpilzen wieder Ginkgo zu geben.

Winter 2019/2020

Die Kombination aus Vitalpilzen und Ginkgo hat super angeschlagen. Das rechte Hinterbein hat sich komplett regeneriert. Pixi ist bei den täglichen Gassirunden motiviert wie noch nie. Überall wird geschnüffelt und alles erkundet.

Hätten wir mit Karsivan weniger Schlaganfälle gehabt? Vielleicht, ich denke es allerdings nicht. Die Vitalpilze und der Ginkgo haben es indes geschafft aus einer alten griesgrämigen  Hundeoma eine lebensfrohe, motivierte und glückliche Hündin zu machen. Ich hoffe das diese verrückte Hummel noch lange an meiner Seite bleibt und wir noch viele schöne Jahre haben. Ich habe die Vitalpilze inzwischen schon bei anderen Beschwerden angewendet und bin jedes Mal  begeistert über die tollen Ergebnisse. Vitalpilze, vorallem  auch in Kombination mit pflanzlichen Präparaten, bieten eine  natürliche und vielfälltige Methode zur Behandlung verschiedenster Beschwerden.

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:56:28 @ Tierheilpraxis | Kommentar hinzufügen

Honig

Honigk.jpgHonig wird von Bienen aus dem Nektar von Blüten erzeugt und dient ihnen als Nahrungsvorrat sowie zur Aufzucht neuer Bienen. Der Honig, den die Imker für den Menschen als Lebensmittel nehmen ist eine Überproduktion. Honig wird aber auch noch aus etwas anderem wie nur dem Nektar der Blüten hergestellt. Und zwar aus Honigtau. Honigtau ist ein Ausscheidungsprodukt verschiedener Insekten, z. B. Blattläusen, Schildläusen und Blattflöhen, welches wiederum von Bienen gesammelt und für Honig verwendet wird. Vor allem für Tannen- oder Waldhonig stellt Honigtau die Grundlage dar.

Wie ist Honig zusammengesetzt?
Honig besteht hauptsächlich aus Fructose und Glucose also aus Frucht- und Traubenzucker. Dazu kommen Saccharose (unser normaler Haushaltszucker) und Maltose (Malzzucker – ein Abbauprodukt der Stärke).  Ausserdem enthält Honig viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sowie Pollen, Aminosäuren, Proteine, Enzyme, Farb- und Aromastoffe. Unter anderem sind hier Vitamin C, Kalium, Eisen und Zink am meisten vertreten.

Wofür ist Honig bei unseren Hunden gut?

Immunsystem
Auch wir benutzen Honig als Hausmittel bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Unseren Hunden kann Honig mit seinen immun stärkenden Eigenschaften genauso helfen eine Erkältung zu bekämpfen oder Husten zu lindern. Gerade in der kalten Jahreszeit kann Honig gut als Kur eingesetzt werden um das Immunsystem zu stärken. Hiervon profitieren auch untergewichtige Hunde und solche die sich von einer Krankheit erholen müssen. Honig kann helfen schneller wieder auf die Beine zu kommen, das Immunsystem zu stärken und Energie zu liefern.

Stoffwechsel
Im Honig ist Amylase enthalten. Dieses Verdauungsenzym spaltet Kohlenhydrate und regt so den Stoffwechsel an. Hier kann man im Frühjahr gut eine 8-wöchige Honig-Kur vornehmen um den Stoffwechsel anzuregen.

Entzündungen – Arthritis
Honig hat eine entzündungshemmende Wirkung, sei für die Haut und Schleimhaut oder im Falle von  Blasen- oder Gelenkentzündungen. Für den Hund stellt Honig eine gute Unterstützung bei entzündlichen Krankheiten da. Die Universität Kopenhagen hat in einer Studie an Menschen die Wirksamkeit von Honig zusammen mit Zimt bei Arthritis, Blasenentzündung und anderen Krankheiten  erforscht. Die Wirksamkeit von Honig (hier natürlich in Verbindung mit Zimt), vor allem bei Arthritis war  deutlich zu erkennen. Auch wenn wir unseren Hunden lieber keinen Zimt geben sollten, wird die alleinige Gabe von Honig eine positive Auswirkung auf entzündliche Krankheiten haben.

Verdauungsstörungen
Verstopfung, Darm- oder Magenentzündung – Honig kann durch seine antibakteriellen Eigenschaften helfen diese Beschwerden schneller in den Griff zu bekommen.

Allergien
NICHT BELEGT – Manche Hundebesitzer schwören darauf eine Hyposensibilisierung bei Pollenallergie mit Honig durchzuführen. Durch das Verfüttern von Honig aus der Region, der dieselben Pollen (nur in wesentlich geringerem Masse) enthält wie diese auf die der Hund allergisch reagiert, soll helfen Allergiesymptome zu mindern. Ursprünglich stammt diese Idee wohl vom amerikanischen Militär, indem sie Honig aus der Region assen und die dazugehörigen Waben kauten, wollten sie ihr Immunsystem gegen die örtlichen Pollen abhärten. Damit beginnt man am besten 2 Monate vor der Pollenflugsaison.

Wundheilung
Durch die desinfizierende und antibiotische Wirkung von Honig, kann dieser auch äusserlich zur Wundheilung eingesetzt werden. Seine osmotische (wasserentziehende) Wirkung, trocknet die Wunde zudem aus und beschleunigt die Wundheilung. Vor allem bei Hot-Spots kann man sich diese Eigenschaft zu Nutze machen. Für die Anwendung bei offenen Wunden sollte man aber sehr auf die Qualität des Honigs achten. Am besten greift man hier auf Manuka-Honig oder eine Honigsalbe aus der Apotheke zurück. Ein guter medizinischer Honig hat einen hohen Wirkstoffgehalt an Methylglyoxal (MGO). Auch Wildblumenhonig enthält diesen Wirkstoff. Der Honig muss allerdings naturbelassen sein. Honig im Supermarkt besitzt diese Eigenschaften meist nicht mehr da er erhitzt wurde.

Honig – auf Qualität achten
Möchte man Honig für mehr nutzen, als nur für einen feinen Brotaufstrich muss man unbedingt auf die Qualität achten. Der Honig sollte roh bzw. naturbelassen, also nicht wärmebehandelt, sein. Es darf nichts hinweg genommen oder hinzugefügt worden sein und es sollte sich auch nicht um eine Mischung aus verschiedenen Honigsorten handeln.  Honig der fest wird und oben weisse sogenannte Ausblühungen bildet ist als naturbelassener Honig erkennbar. Am besten bezieht man diesen direkt vom Imker oder achtet auf Qualitätssiegel wie z.B. das „Goldsiegel“ oder „echter deutscher Honig“.

Honig für Welpen?
Von Babys ist allgemein bekannt das sie keinen Honig verzehren sollten. Doch warum ist das so und wie sieht es mit Welpen aus? Ca. 5% aller Honigproben sind mit dem Bakterium Clostridium botulinum belastet. Dieses Bakterium führt bei Babys zum sogenannten Säuglingsbotulismus der tödlich enden kann. Das Bakterium siedelt sich im Darm an und vermehrt sich dort, weil sich noch keine normale Darmflora aufgebaut hat, die die Bakterien abwehren könnte. Allerdings sind diese Keime überall in Böden zu finden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Welpe also in seiner natürlichen Umgebung mit dem Bakterium in Kontakt kommt ist wesentlich grösser, als über den Honig. Auch Swanie Simon gibt ihrem Welpenbrei-Rezept Honig zu.

Dosierung:
ca. 1/4 Teelöffel täglich pro 5 kg Körpergewicht

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:51:40 @ Ernährung | Kommentar hinzufügen

Fischöl

Fischöl wird durch das schonende Erwärmen und Pressen von Fischen gewonnen. Hierzu eignen sich fettreiche Fische wie Lachs, Sardinen, Karpfen und Aale.

Fischl_n.jpgWelche Inhaltsstoffe von Fischöl sind wichtig für unsere Hunde?
Hier sind vor allem die Omega-3-Fettsäuren zu nennen. Omega-3 gilt als eine essentielle Fettsäure, was bedeutet, dass sie nicht vom Körper selbst hergestellt werden kann und daher über die Nahrung zugefüttert werden muss. Zusammen mit den Omega-6 Fettsäuren bilden sie einen wichtigen Anteil in der Ernährung unserer Hunde. Das Verhältnis vom Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung sollte 4:1 bis 5:1 betragen. Der Bedarf an Omega-6 wird durch das Füttern von Fleisch und Innereien mit Fettanteil gedeckt, weswegen wir Öle mit einem hohen Omega-3 Anteil zufüttern müssen um ein ausgewogenes Verhältnis zu erzielen. Omega-3 Fettsäuren können wir gut über Fischöl zufüttern. Auch Borretsch, Leinsamen- oder Hanföl kommen hier für den Hund in Frage.
Die wichtigsten Omega-3 Fettsäuren für den Hund sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Theoretisch könnten unsere Hunde EPA und DHA aus Alpha-Linolsäure bilden. Allerdings wird davon ausgegangen das die Umwandlungsrate bei Hunden zu gering ist um eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren zu gewährleisten.

Doch wozu brauchen unsere Hunde EPA und DHA und was genau bewirkt es im Organismus?
EPA hat viele Funktionen im Hundekörper. Unter anderem beeinflusst EPA die  Blutgerinnung, stärkt das Immunsystem und hilft Entzündungen zu bekämpfen.
DHA wird unbedingt für die Leistung des Gehirns benötigt und es unterstützt die Stoffwechselfunktionen. Schon im Mutterleib hilft DHA bei einer gesunden Entwicklung des Gehirns und der Augen, weswegen man auf eine ausreichende Versorgung der trächtigen Hündin achten sollte. Auch die Welpen sollten ausreichend damit versorgt werden, da sich Gehirn und Augen noch weiter entwickeln. Im Alter dient es zur Leistungserhaltung. Nebenbei unterstützt es noch den Aufbau des Nervengewebes.
Die oben schon erwähnte Alpha-Linolsäure wird im Hundekörper zu DHA und EPA aufgespalten, allerdings lange nicht so effektiv wie bei der direkten Fütterung von EPA und DHA.

Aber was kann Fischöl bei unseren Hunden noch für einen Mehrwert liefern, ausser dass wir es für das richtige Omega-3 Verhältnis brauchen?

- Fellprobleme - Oft weisst struppiges und glanzloses Fell auf einen Mangel von Omega-3 hin. Hier kann Fischöl wieder zu einem schönen und glänzendem Fell verhelfen.
- Schuppenbildung und Haarausfall – Gerade beim Fellwechsel kann Fischöl positiv unterstützen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Omega-3 fördert die Durchblutung und wirkt abtragend auf Ablagerungen in den Blutgefässen.
- Gehirnleistung – Omega-3 fördert die Leistung des Gehirns und kann vor allem bei Senioren zu einer Verbesserung führen.

Inzwischen gibt es mehrere Studien die sich mit der Wirkung von Omega-3 bei Krankheiten beschäftigen. Unter anderem kann Omega-3 z.B. bei folgenden Krankheiten therapeutisch eingesetzt werden:

- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Hauterkrankungen
- Arthrose
- IBD (Inflammatory Bowel Disease)
- chronische Niereninsuffizienz
- Neoplasien

Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn wird Omega-3 therapeutisch eingesetzt muss es höher dosiert werden. Eine zu hohe Dosierung von Omega-3 kann unter anderem zu

- Durchfall
- Schwindel
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- schlechtem Atem
- und Gewichtszunahme

führen.

Auch bei sehr empfindlichen Hunden kann es zu diesen Nebenwirkungen kommen. Deshalb gilt bei Fischöl – VIEL HILFT NICHT VIEL – man sollte sich an die passende Dosierung vorsichtig herantasten. Bei eventuell auftretenden Nebenwirkungen sollte man das Fischöl lieber komplett absetzten um zu sehen ob sich die Beschwerden bessern und dann mit einer sehr geringen Dosis erneut starten um zu schauen ob der Hund es verträgt.

Unter welchen Umständen sollte man kein Fischöl verfüttern?

- bei Gabe von Gerinnungshemmern – sollte die Blutgerinnung beeinträchtigt sein sollte man die Gabe von Fischöl mit seinem Tierarzt/THP/Ernährungsberater besprechen.
- Diabetes - bei Menschen wurde nachgewiesen, dass eine höhere Gabe von Omega-3 dazu führte das sich der Diabetes schlechter kontrollieren lies. Deswegen ist auch bei Hunden hier Vorsicht geboten.
- Übergewicht – Ein Teelöffel Fischöl enthält ca. 42 kcal. Vor allem wenn das Fischöl in hohen Dosen therapeutisch eingesetzt werden soll muss darauf geachtet werden, dass das Gewicht nicht zum Problem wird.

Was sollte beim Kauf von Fischöl beachtet werden?
Beim Kauf von Fischöl sollte man auf jeden Fall auf Qualität achten. Am besten wurden zur Herstellung des Öles Fische aus nachhaltigem Wildfang verwendet, denn diese haben in ihrer natürlichen Umgebung Omega-3-reiche Algen verzehrt, was den Omega-3-Gehalt im Fischöl erhöht. Das Öl sollte, mit Ausnahme von Vitamin E, frei von Zusatzstoffen sein. Einem guten Fischöl ist Vitamin E zugesetzt, denn neben seiner Eigenschaft das Öl länger haltbar zu machen, wird es vom Hundekörper gebraucht um das Öl richtig aufnehmen und verwerten zu können. Ausserdem ist es entzündungshemmend und schützt die Zellen. Vitamin E kann sich auch unter dem Begriff (Alpha-)Tocopherol oder E307 verbergen. Natürlichem Vitamin E wird ein „D“ vorangestellt, synthetischem „DL“. Des Weiteren sollte das Fischöl in einer dunklen braunen Glas- oder Plastikflasche abgefüllt sein.

Wie lange ist Fischöl haltbar?
Fischöl dem Vitamin E zugesetzt und das kühl und dunkel gelagert wurde, ist  ca. 2-3 Monate ab dem ersten Öffnen haltbar. Sobald die Flasche geöffnet wurde beginnt der Oxidationsprozess, der das Öl nach einer Weile schlecht werden lässt. Empfehlenswert wäre es nur soviel zu kaufen, wie man in ca. einem Monat aufbrauchen kann. Auch sollte man jedes Mal vor dem Verfüttern kurz an der Flasche riechen. Riecht das Öl unangenehm nach faulem Fisch ist es nicht mehr gut und sollte entsorgt werden. Ranziges Fischöl schadet mehr als dass es nutzt.

Dosierung:
ca. 1 Esslöffel pro 10 kg Hund

Wer es genauer möchte, dosiert nach dem Gehalt von EPA soweit angegeben. Hier kann auch auf die Gabe von Fischölkapseln für den Menschen zurück gegriffen werden. Allerdings sind diese wesentlich teurer.
5 kg – 100 mg
10 kg – 170 mg
20 kg – 280 mg
30 kg – 380 mg
40 kg – 470 mg

Generell gilt, dass man sich bei Fischöl langsam an die perfekte Dosierung herantasten sollte um keine unerwünschten Nebenwirkungen hervorzurufen.

Kann man Lebertran statt Fischöl verwenden?
Nein, Lebertran wird aus der Leber von Fischen gewonnen und hat deshalb einen sehr hohen Anteil an Vitamin A und Vitamin D. Beide Vitamine sind bei einer Überdosierung schädlich. Deswegen ist Lebertran weder als Ersatz für Fischöl anzusehen noch kann er den Fettanteil im Fleisch ersetzten. Unter gewissen Umständen kann es sinnvoll sein Lebertran zu geben. Dieser sollte aber auf jeden Fall korrekt dosiert werden.

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:49:18 | Kommentar hinzufügen

Kokosöl

Kokosöl ist ein weisses (max. leicht gelblich-weißes) Pflanzenfett, das bis 25 Grad fest bis cremig und bei höheren Temperaturen flüssig ist. Gewonnen wird es aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss (Kopra). Hier sollte man darauf achten stets natives Kokosöl zu kaufen. Alternativ auch als kaltgepresstes Kokosöl oder Kokosöl Virgin bezeichnet. Im Gegensatz zu raffiniertem Kokosöl wird das Native direkt aus dem frischen Fruchtfleisch gewonnen. Es ist somit naturbelassen und enthält noch alle wichtigen Bestandteile. Beim raffinierten Kokosöl wird das Fruchtfleisch erst getrocknet, dann gepresst, anschliessend gereinigt und haltbar gemacht (raffiniert). Hierdurch geht unter anderem das Vitamin E verloren. Die Ausbeute an Öl ist bei Raffiniertem höher als bei Kaltgepresstem.

Kokoslk.jpgNun wollen wir uns einmal näher anschauen woraus Kokosöl genau besteht:
Der Hauptbestandteil sind gesättigte Fettsäuren. Diese machen ca. 90 % der Inhaltsstoffe aus. Hier ist vor allem die Laurinsäure zu nennen, die mit ca 50% den grössten Anteil des Kokosöl ausmacht. Laurinäuren sind mittelkettige Triglyceride (MCT) die sich nur in wenigen Lebensmitteln finden. Ausser in Kokosöl ist Laurinsäure z.B. noch in Lorbeeröl, Palmkernöl und Muttermilch zu finden.

Doch was kann Laurinsäure nun unseren Hunden für einen Mehrwert liefern?
Kokosöl enthält durch seine vielen MCT’s weniger Kalorien als andere Pflanzenöle dazu werden diese vom Körper auch lieber zur Energiegewinnung genutzt statt als Fettpolster eingelagert. Dies heisst aber nicht, dass wir nun den komplett benötigten Fettanteil unserer Hunde durch Kokosöl decken können, denn unsere Hunde vertragen in grossen Mengen nur langkettige Fettsäuren. MCT’s würden zu Durchfall führen.

Trotzdem hat das Kokosöl mit seinen Laurinsäure viele Vorteile für unsere Hunde.
Es ist:
- antiparasitär
- antimikrobiell
- antibiotisch
- entzündungshemmend

Ausserdem kann sie gegen Karies und Plaque helfen und gegen Zecken eingesetzt werden. Nicht zu vergessen sind die positiven Eigenschaften für Fell und Haut.

Welchen Hunde sollten man kein Kokosöl füttern?

- Hunden mit Diabetes mellitus - Kokosöl wird schnell zu Keton verstoffwechselt was bei Diabetes unbedingt vermieden werden sollte.
- Hunde mit Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) - Sie sollten generell fettreduziert gefüttert werden. Zwar umgeht ein guter Teil des Kokosöls die Bauchspeicheldrüse, allerdings ist hier Vorsicht geboten.

Dosierung:
ca. 1/2 Teelöffel täglich pro 5 kg Hund

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:44:26 @ Ernährung | Kommentar hinzufügen

Die einzig richtige Art seinen Hund zu ernähren

Im Internet und vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Co wird viel diskutiert, gestritten, belehrt und teilweise fast schon Krieg geführt, welche Art seinen Hund zu ernähren denn nun die einzig Richtige, Beste, Gesündeste und Artgerechteste ist.

Suppe_1k.jpgAber gibt es sie überhaupt? Die eine, einzige richtige Art seinen Hund zu füttern? Die für jeden Hund passt, mit der er alt wird, gesund und vital bleibt? Und welche ist das denn nun? Ist es BARF? Pray? Sind es die ABAM-Fütterer (Abstauber Bekommen Alles Mögliche) wo der Hund unter anderem das bekommt was vom Tisch übrig bleibt? Oder doch das industrielle Fertigfutter bei dem wir uns keine Gedanken machen müssen ob unser Hund auch wirklich alle Nährstoffe bekommt die er braucht? Oder doch lieber selber Kochen? Was davon ist denn nun am besten für unsere Hunde?

Wir müssen von diesem Gedanken weg kommen, dass es nur eine Art gibt seinen Hund richtig zu ernähren. Denn genauso vielfältig und individuell wie unsere Hunde sind, so vielfältig kann auch die Fütterung sein. Jedes Mensch-Hund-Team ist einzigartig und genau aus diesem Grund kann man Fütterung nicht verallgemeinern. Was für das eine Team perfekt passt, ist für das nächste nicht umsetzbar. Nicht nur die eventuellen Allergien, Krankheiten und Vorlieben des Hundes spielen eine Rolle, sondern auch die ganz individuelle Lebenssituation seines Besitzers. Sollte also unser Ernährungsansatz nicht sein, dass wir individuell auf das Mensch-Hund-Team schauen? Was braucht der Hund, was verträgt er, was mag er und was muss vermieden werden? Und auf der anderen Seite: was kann der Halter investieren - an Zeit, Geld und Platz zur Aufbewahrung des Futters?

Labrador Hugo verträgt kein Gluten, die Möglichkeiten Hugo glutenfrei zu ernähren sind groß. Seine Halterin Tanja könnte glutenfreies Trocken- oder Nassfutter kaufen, sie könnte aber genauso gut glutenfrei kochen oder doch barfen? Hugo jedoch frisst nicht gerne rohes Fleisch, von Dosenfutter bekommt er Blähungen die einem die Tränen in die Augen treiben. Tanja hat jedoch Zeit und Lagermöglichkeiten für Hugo ganz individuell zu kochen. Hugo dazu zu bringen rohes Fleisch zu fressen wo er es doch überhaupt nicht mag, wäre für ihn und auch für Tanja ein Stressfaktor der nicht sein muss. Mark ist mit seiner kleinen Malteser Hündin Lilly viel auf Reisen. Für ihn muss Hundefutter lange haltbar und leicht zu transportieren sein. Lilly bekommt deswegen ein gutes Trockenfutter und beide genießen ihre gemeinsame Zeit. Hannah und Tom sind Eltern von 3 Kindern, sie haben eine Katze und die 2 Mischlings-Hunde Pünktchen und Anton. Zum Kochen für die Hunde bleibt hier keine Zeit. Aber Hannah und Tom sind keine Freunde von Fertigfutter, auch für sich und die Kinder wird immer frisch gekocht und das Gemüse aus dem eigenen Garten verwendet. Pünktchen und Anton werden gebarft, dazu etwas ABAM und kommen einmal die Woche auch in den Genuss von  frischem Gartengemüse. Lea ist Vegetarierin und rohes Fleisch ist so gar nicht ihres. Natürlich würde sie sich für ihre geliebte Bulldogge Hektor aus dem Tierschutz täglich aufs neue überwinden, doch Hektor liebt sein Dosenfutter und verträgt es gut.

Somit haben alle hier genannten Mensch-Hund-Teams ihre perfekte, individuelle Lösung gefunden. Weg von der einen perfekten Art und Weise seinen Hund zu ernähren, hin zu glücklichen und gesunden Hunden und Fütterung die zur Lebenssituation des Mensch-Hund-Teams passt. Weg davon anderen die für uns richtige Art der Fütterung aufzuzwängen, hin zu mehr Toleranz und Individualität.

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:10:35 @ Ernährung | Kommentar hinzufügen


 
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