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Carolin Schneider - Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin

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2020-05-02

Die einzig richtige Art seinen Hund zu ernähren

Im Internet und vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Co wird viel diskutiert, gestritten, belehrt und teilweise fast schon Krieg geführt, welche Art seinen Hund zu ernähren denn nun die einzig Richtige, Beste, Gesündeste und Artgerechteste ist.

Suppe_1k.jpgAber gibt es sie überhaupt? Die eine, einzige richtige Art seinen Hund zu füttern? Die für jeden Hund passt, mit der er alt wird, gesund und vital bleibt? Und welche ist das denn nun? Ist es BARF? Pray? Sind es die ABAM-Fütterer (Abstauber Bekommen Alles Mögliche) wo der Hund unter anderem das bekommt was vom Tisch übrig bleibt? Oder doch das industrielle Fertigfutter bei dem wir uns keine Gedanken machen müssen ob unser Hund auch wirklich alle Nährstoffe bekommt die er braucht? Oder doch lieber selber Kochen? Was davon ist denn nun am besten für unsere Hunde?

Wir müssen von diesem Gedanken weg kommen, dass es nur eine Art gibt seinen Hund richtig zu ernähren. Denn genauso vielfältig und individuell wie unsere Hunde sind, so vielfältig kann auch die Fütterung sein. Jedes Mensch-Hund-Team ist einzigartig und genau aus diesem Grund kann man Fütterung nicht verallgemeinern. Was für das eine Team perfekt passt, ist für das nächste nicht umsetzbar. Nicht nur die eventuellen Allergien, Krankheiten und Vorlieben des Hundes spielen eine Rolle, sondern auch die ganz individuelle Lebenssituation seines Besitzers. Sollte also unser Ernährungsansatz nicht sein, dass wir individuell auf das Mensch-Hund-Team schauen? Was braucht der Hund, was verträgt er, was mag er und was muss vermieden werden? Und auf der anderen Seite: was kann der Halter investieren - an Zeit, Geld und Platz zur Aufbewahrung des Futters?

Labrador Hugo verträgt kein Gluten, die Möglichkeiten Hugo glutenfrei zu ernähren sind groß. Seine Halterin Tanja könnte glutenfreies Trocken- oder Nassfutter kaufen, sie könnte aber genauso gut glutenfrei kochen oder doch barfen? Hugo jedoch frisst nicht gerne rohes Fleisch, von Dosenfutter bekommt er Blähungen die einem die Tränen in die Augen treiben. Tanja hat jedoch Zeit und Lagermöglichkeiten für Hugo ganz individuell zu kochen. Hugo dazu zu bringen rohes Fleisch zu fressen wo er es doch überhaupt nicht mag, wäre für ihn und auch für Tanja ein Stressfaktor der nicht sein muss. Mark ist mit seiner kleinen Malteser Hündin Lilly viel auf Reisen. Für ihn muss Hundefutter lange haltbar und leicht zu transportieren sein. Lilly bekommt deswegen ein gutes Trockenfutter und beide genießen ihre gemeinsame Zeit. Hannah und Tom sind Eltern von 3 Kindern, sie haben eine Katze und die 2 Mischlings-Hunde Pünktchen und Anton. Zum Kochen für die Hunde bleibt hier keine Zeit. Aber Hannah und Tom sind keine Freunde von Fertigfutter, auch für sich und die Kinder wird immer frisch gekocht und das Gemüse aus dem eigenen Garten verwendet. Pünktchen und Anton werden gebarft, dazu etwas ABAM und kommen einmal die Woche auch in den Genuss von  frischem Gartengemüse. Lea ist Vegetarierin und rohes Fleisch ist so gar nicht ihres. Natürlich würde sie sich für ihre geliebte Bulldogge Hektor aus dem Tierschutz täglich aufs neue überwinden, doch Hektor liebt sein Dosenfutter und verträgt es gut.

Somit haben alle hier genannten Mensch-Hund-Teams ihre perfekte, individuelle Lösung gefunden. Weg von der einen perfekten Art und Weise seinen Hund zu ernähren, hin zu glücklichen und gesunden Hunden und Fütterung die zur Lebenssituation des Mensch-Hund-Teams passt. Weg davon anderen die für uns richtige Art der Fütterung aufzuzwängen, hin zu mehr Toleranz und Individualität.

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:10:35 @ Ernährung | Kommentar hinzufügen

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