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Carolin Schneider - Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin

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2020-05-02

Kokosöl

Kokosöl ist ein weisses (max. leicht gelblich-weißes) Pflanzenfett, das bis 25 Grad fest bis cremig und bei höheren Temperaturen flüssig ist. Gewonnen wird es aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss (Kopra). Hier sollte man darauf achten stets natives Kokosöl zu kaufen. Alternativ auch als kaltgepresstes Kokosöl oder Kokosöl Virgin bezeichnet. Im Gegensatz zu raffiniertem Kokosöl wird das Native direkt aus dem frischen Fruchtfleisch gewonnen. Es ist somit naturbelassen und enthält noch alle wichtigen Bestandteile. Beim raffinierten Kokosöl wird das Fruchtfleisch erst getrocknet, dann gepresst, anschliessend gereinigt und haltbar gemacht (raffiniert). Hierdurch geht unter anderem das Vitamin E verloren. Die Ausbeute an Öl ist bei Raffiniertem höher als bei Kaltgepresstem.

Kokoslk.jpgNun wollen wir uns einmal näher anschauen woraus Kokosöl genau besteht:
Der Hauptbestandteil sind gesättigte Fettsäuren. Diese machen ca. 90 % der Inhaltsstoffe aus. Hier ist vor allem die Laurinsäure zu nennen, die mit ca 50% den grössten Anteil des Kokosöl ausmacht. Laurinäuren sind mittelkettige Triglyceride (MCT) die sich nur in wenigen Lebensmitteln finden. Ausser in Kokosöl ist Laurinsäure z.B. noch in Lorbeeröl, Palmkernöl und Muttermilch zu finden.

Doch was kann Laurinsäure nun unseren Hunden für einen Mehrwert liefern?
Kokosöl enthält durch seine vielen MCT’s weniger Kalorien als andere Pflanzenöle dazu werden diese vom Körper auch lieber zur Energiegewinnung genutzt statt als Fettpolster eingelagert. Dies heisst aber nicht, dass wir nun den komplett benötigten Fettanteil unserer Hunde durch Kokosöl decken können, denn unsere Hunde vertragen in grossen Mengen nur langkettige Fettsäuren. MCT’s würden zu Durchfall führen.

Trotzdem hat das Kokosöl mit seinen Laurinsäure viele Vorteile für unsere Hunde.
Es ist:
- antiparasitär
- antimikrobiell
- antibiotisch
- entzündungshemmend

Ausserdem kann sie gegen Karies und Plaque helfen und gegen Zecken eingesetzt werden. Nicht zu vergessen sind die positiven Eigenschaften für Fell und Haut.

Welchen Hunde sollten man kein Kokosöl füttern?

- Hunden mit Diabetes mellitus - Kokosöl wird schnell zu Keton verstoffwechselt was bei Diabetes unbedingt vermieden werden sollte.
- Hunde mit Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) - Sie sollten generell fettreduziert gefüttert werden. Zwar umgeht ein guter Teil des Kokosöls die Bauchspeicheldrüse, allerdings ist hier Vorsicht geboten.

Dosierung:
ca. 1/2 Teelöffel täglich pro 5 kg Hund

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:44:26 @ Ernährung | Kommentar hinzufügen


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