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Carolin Schneider - Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin

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2020-05-02

Honig

Honigk.jpgHonig wird von Bienen aus dem Nektar von Blüten erzeugt und dient ihnen als Nahrungsvorrat sowie zur Aufzucht neuer Bienen. Der Honig, den die Imker für den Menschen als Lebensmittel nehmen ist eine Überproduktion. Honig wird aber auch noch aus etwas anderem wie nur dem Nektar der Blüten hergestellt. Und zwar aus Honigtau. Honigtau ist ein Ausscheidungsprodukt verschiedener Insekten, z. B. Blattläusen, Schildläusen und Blattflöhen, welches wiederum von Bienen gesammelt und für Honig verwendet wird. Vor allem für Tannen- oder Waldhonig stellt Honigtau die Grundlage dar.

Wie ist Honig zusammengesetzt?
Honig besteht hauptsächlich aus Fructose und Glucose also aus Frucht- und Traubenzucker. Dazu kommen Saccharose (unser normaler Haushaltszucker) und Maltose (Malzzucker – ein Abbauprodukt der Stärke).  Ausserdem enthält Honig viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sowie Pollen, Aminosäuren, Proteine, Enzyme, Farb- und Aromastoffe. Unter anderem sind hier Vitamin C, Kalium, Eisen und Zink am meisten vertreten.

Wofür ist Honig bei unseren Hunden gut?

Immunsystem
Auch wir benutzen Honig als Hausmittel bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Unseren Hunden kann Honig mit seinen immun stärkenden Eigenschaften genauso helfen eine Erkältung zu bekämpfen oder Husten zu lindern. Gerade in der kalten Jahreszeit kann Honig gut als Kur eingesetzt werden um das Immunsystem zu stärken. Hiervon profitieren auch untergewichtige Hunde und solche die sich von einer Krankheit erholen müssen. Honig kann helfen schneller wieder auf die Beine zu kommen, das Immunsystem zu stärken und Energie zu liefern.

Stoffwechsel
Im Honig ist Amylase enthalten. Dieses Verdauungsenzym spaltet Kohlenhydrate und regt so den Stoffwechsel an. Hier kann man im Frühjahr gut eine 8-wöchige Honig-Kur vornehmen um den Stoffwechsel anzuregen.

Entzündungen – Arthritis
Honig hat eine entzündungshemmende Wirkung, sei für die Haut und Schleimhaut oder im Falle von  Blasen- oder Gelenkentzündungen. Für den Hund stellt Honig eine gute Unterstützung bei entzündlichen Krankheiten da. Die Universität Kopenhagen hat in einer Studie an Menschen die Wirksamkeit von Honig zusammen mit Zimt bei Arthritis, Blasenentzündung und anderen Krankheiten  erforscht. Die Wirksamkeit von Honig (hier natürlich in Verbindung mit Zimt), vor allem bei Arthritis war  deutlich zu erkennen. Auch wenn wir unseren Hunden lieber keinen Zimt geben sollten, wird die alleinige Gabe von Honig eine positive Auswirkung auf entzündliche Krankheiten haben.

Verdauungsstörungen
Verstopfung, Darm- oder Magenentzündung – Honig kann durch seine antibakteriellen Eigenschaften helfen diese Beschwerden schneller in den Griff zu bekommen.

Allergien
NICHT BELEGT – Manche Hundebesitzer schwören darauf eine Hyposensibilisierung bei Pollenallergie mit Honig durchzuführen. Durch das Verfüttern von Honig aus der Region, der dieselben Pollen (nur in wesentlich geringerem Masse) enthält wie diese auf die der Hund allergisch reagiert, soll helfen Allergiesymptome zu mindern. Ursprünglich stammt diese Idee wohl vom amerikanischen Militär, indem sie Honig aus der Region assen und die dazugehörigen Waben kauten, wollten sie ihr Immunsystem gegen die örtlichen Pollen abhärten. Damit beginnt man am besten 2 Monate vor der Pollenflugsaison.

Wundheilung
Durch die desinfizierende und antibiotische Wirkung von Honig, kann dieser auch äusserlich zur Wundheilung eingesetzt werden. Seine osmotische (wasserentziehende) Wirkung, trocknet die Wunde zudem aus und beschleunigt die Wundheilung. Vor allem bei Hot-Spots kann man sich diese Eigenschaft zu Nutze machen. Für die Anwendung bei offenen Wunden sollte man aber sehr auf die Qualität des Honigs achten. Am besten greift man hier auf Manuka-Honig oder eine Honigsalbe aus der Apotheke zurück. Ein guter medizinischer Honig hat einen hohen Wirkstoffgehalt an Methylglyoxal (MGO). Auch Wildblumenhonig enthält diesen Wirkstoff. Der Honig muss allerdings naturbelassen sein. Honig im Supermarkt besitzt diese Eigenschaften meist nicht mehr da er erhitzt wurde.

Honig – auf Qualität achten
Möchte man Honig für mehr nutzen, als nur für einen feinen Brotaufstrich muss man unbedingt auf die Qualität achten. Der Honig sollte roh bzw. naturbelassen, also nicht wärmebehandelt, sein. Es darf nichts hinweg genommen oder hinzugefügt worden sein und es sollte sich auch nicht um eine Mischung aus verschiedenen Honigsorten handeln.  Honig der fest wird und oben weisse sogenannte Ausblühungen bildet ist als naturbelassener Honig erkennbar. Am besten bezieht man diesen direkt vom Imker oder achtet auf Qualitätssiegel wie z.B. das „Goldsiegel“ oder „echter deutscher Honig“.

Honig für Welpen?
Von Babys ist allgemein bekannt das sie keinen Honig verzehren sollten. Doch warum ist das so und wie sieht es mit Welpen aus? Ca. 5% aller Honigproben sind mit dem Bakterium Clostridium botulinum belastet. Dieses Bakterium führt bei Babys zum sogenannten Säuglingsbotulismus der tödlich enden kann. Das Bakterium siedelt sich im Darm an und vermehrt sich dort, weil sich noch keine normale Darmflora aufgebaut hat, die die Bakterien abwehren könnte. Allerdings sind diese Keime überall in Böden zu finden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Welpe also in seiner natürlichen Umgebung mit dem Bakterium in Kontakt kommt ist wesentlich grösser, als über den Honig. Auch Swanie Simon gibt ihrem Welpenbrei-Rezept Honig zu.

Dosierung:
ca. 1/4 Teelöffel täglich pro 5 kg Körpergewicht

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:51:40 @ Ernährung | Kommentar hinzufügen


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