Naturheilpraxis und Ernährungsberatung für Hunde
Carolin Schneider - Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin

Hallo und herzlich Willkommen auf

Knödels Blog

Ich bin Knödel und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht über alles zu bloggen was mir so unter die Schnauze kommt und wovon ich denke, das es für Hunde und Hundemenschen interessant sein könnte.
Hauptsächlich wird es hier Artikel zu den Themen (Hunde)-Ernährung, Naturheilkunde und Gesundheit geben.

Ich hoffe ihr habt ganz viel Spass beim stöbern und lesen. Ich werde versuchen jeden Monatg einen neuen Artikel für euch zu veröffentlichen.

Euer Knödel - 29.08.2020

Neueste 5 Einträge

  • Giftige Lebensmittel für Hunde
  • Xylit-Vergiftung beim Hund – ab wann wird es lebensbedrohlich?
  • TCM-Element - Hunde-Persönlichkeitstyp
  • Leishmaniose
  • Mit einem Schlag alt

2020-08-31

Xylit-Vergiftung beim Hund – ab wann wird es lebensbedrohlich?

Kndel Totenkopf.pngDie meisten von euch haben bestimmt schon mal davon gehört, dass Xylit bzw. Birkenzucker extrem gefährlich, manchmal sogar tödlich, für uns Hunde sein kann.

Ich hab mich mal ein bisschen für euch schlau gemacht ab welcher Menge Xylit tödlich ist, worin er sich versteckt und was ihr tun könnt, wenn Xylit gefressen wurde. Aber der Reihe nach:

Was ist Xylit?
Xylit, auch Xylitol genannt, ist ein Zuckeraustauschstoff der natürlich in verschiedenen Gemüse- und Obstsorten (z.B. Blumenkohl, Erd-/Himbeeren, Pflaumen)  sowie in der Rinde bestimmter Holzarten vorkommt (z.B. Birke, Buche). Birkenzucker wird aber nicht direkt aus Birkenholz gewonnen, wie der Name vermuten lässt, sondern aus Holzgummi (Xylanen) verschiedener Laubhölzer und landwirtschaftlichen Reststoffen (z.B. Maiskolbenreste, Stroh usw.). Er ist auch unter der E-Nummer 967 bekannt.

Warum ist Xylit für uns Hunde giftig?
Durch die Aufnahme von Xylit kommt es im Stoffwechsel von uns Hunden zu einem massiven Insulinanstieg und somit zu einer Unterzuckerung, also einem Abfall der Blutglukose. Unbehandelt führt diese zum Tod. Auch zu Leberversagen kann es durch Xylit kommen.

Welche Menge Xylit ist für uns Hunde gefährlich?
100 mg (0.1 g) pro kg Körpermasse kann zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung führen.

Welche Symptome treten auf?
Kurz nach einer übermässigen Aufnahme von Xylit, also 15 – 30 Minuten später, kann es unter anderem zu folgenden Anzeichen einer Unterzuckerung kommen:
- Erbrechen
- Apathie
- Zittern
- Krämpfe
- Koma

Bei sehr schweren Fällen oder einer kleinen Menge Xylit, die aber über einen langen Zeitraum regelmässig verabreicht wird kann es zu Leberversagen kommen. Die Symptome sind hier unter anderem:
- Gelbe Verfärbung der Schleimhäute und des Weiss in den Augen
- Müdigkeit
- Krämpfe
- Durchfall, Erbrechen
- Appetitverlust
- Gestörte Blutgerinnung
- Flüssigkeitsansammlung im Bauch

Was tun wenn Xylit gefressen wurde?
Sofort zum Tierarzt. Wenn noch keine Vergiftungssymptome aufgetreten sind, stehen die Chancen gut, das eine Entgiftung durch den Tierarzt (Erbrechen) schlimmeres verhindern kann. Treten die ersten Symptome auf ist die Prognose schlecht. Der Tierarzt wird hier versuchen zu stabilisieren. Wie hoch die Überlebenschancen sind hängt dann von der Menge des aufgenommen Xylits ab und ob es zu Leberversagen und Koma kommt, dann besteht meistens keine Chance mehr auf Rettung. Bei einer Xylit-Aufnahme sollte man IMMER SOFORT zum Tierarzt. Abwarten kann hier tödlich enden.

Worin ist Xylit?
- Zuckerfreie Kaugummis
- Zahnpasta
- Gebäck
- Süssigkeiten
- Diätlebensmittel
- Globuli

Also eigentlich alles Dinge die wir Hunde eh nicht fressen sollten. Doch wie schnell haben wir mal was vom leckeren Diätkuchen oder anderen Süssigkeiten geklaut. Oder unser Besitzer gibt uns was ab, ohne sich darüber klar zu sein das Xylit enthalten ist oder wie gefährlich es für uns ist. Und was vielen gar nicht bewusst ist, ist das inzwischen die meisten Globulis Xylit enthalten. Klar, dass ist nur eine winzig kleine Menge, aber auch die kann bei einer regelmässigen Verabreichung zu erhöhten Leberwerten und irgendwann zu einem Leberschaden führen.

Nun würde mich ja noch interessieren: Welche Lebensmittel mit Xylit gibt es bei euch zu Hause? Bei uns gibt es gar keine. Sicher ist sicher.
Schreibt in die Kommentare und passt auf euch auf!

Euer Knödel

Carolin Schneider - 17:05:40 @ Ernährung, Tierheilpraxis | Kommentar hinzufügen

2020-05-02

Leishmaniose

Was ist es und wie kann man mit Ernährung und Vitalpilzen den Hund unterstützen?

Die Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die sich im gesamten Körper verbreiten und in allen Organen chronische Entzündungen hervorrufen kann. Übertragen wird sie durch die Sandmücke, die vor allem in warmen Regionen wie z.B. Dem Mittelmeerraum vorkommt. Durch den Stich der Sandmücke gelangen die Leishmanien in die Haut und bilden dort kleine Knötchen. Von dort aus besiedeln sie die weissen Blutkörperchen und können sich so im ganzen Körper verteilen. Es gibt unterschiedliche Erreger der Leishmanien. Beim Hund handelt es sich hauptsächlich um den Erreger Leishmania infantum.

Leishmaniose.jpg
Die Inkubationszeit der Leishmaniose kann von Monaten bis hin zu Jahren dauern. Die Symptome sind unterschiedlich stark ausgeprägt und können auch von anderen Krankheiten verursacht werden. Dies erschwert, neben der langen Inkubationszeit, die Diagnose.
Eine Diagnose kann je nachdem über das Blut, unter dem Mikroskop nach einer Punktion oder Biopsie, eine Titer-Bestimmung oder durch Nachweis der Erreger-DNA durch einen PCR-Test gestellt werden.

Symptome die unter anderem auftreten können:

- wiederkehrendes Fieber
- Schläfrigkeit
- Gewichtsverlust
- Hautveränderungen wie z.B. Entzündungen oder haarlose Stellen jedoch ohne Juckreiz
- Leistungsfähigkeit nimmt ab
- Bewegungsstörungen
- Teilnahmslosigkeit

Was macht der Tierarzt?
Leishmaniose ist beim Hund nicht heilbar! Ohne Behandlung sterben die meisten Hunde nach 2 – 3 Jahren. Mit Behandlung überleben ca. 2/3 der Hunde 6 Jahre. 10% der Hunde schlagen nicht oder fast nicht auf die Behandlung an. Der Tierarzt behandelt meist mit Allopurinol. Des weiteren stehen die Mittel Miltefosin, Domperidon oder Antimonpräperate zur Auswahl. Welches Mittel das Richtige ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Wie kann man den Hund mit der Ernährung unterstützen?
Die meisten Hunde werden mit Allopurinol behandelt. Während dieses Mittel zum einen die Vermehrung der Leishmanien weitestgehend zum erliegen bringt, vermindert es aber auch gleichzeitig den Abbau von Purin. Hierdurch steigt der Xanthin-Spiegel an, was zu Erkrankungen der Nieren, Blase und Harnwegen führen kann. Deswegen ist es wichtig den Hund purinarm zu ernähren. Wer Fertigfutter füttert sollte also auf eine purinarme Sorte wechseln. Wer barft oder kocht sollte auf purinarme Lebensmittel zurück greifen und auf Innereien sowie Haut und Sehnen komplett verzichten. Der Mineralstoff- und Vitaminverlust muss mit Zusätzen entsprechend ausgeglichen werden. Hier sollte man am Besten einen Ernährungsberater oder Tierarzt hinzuziehen.

Wie Vitalpilze bei Leishmaniose unterstützen?

Vitalpilze können:

- Entzündungen hemmen
- Leishmanien Vermehrung verlangsamen
- Abschwellend auf Lymphknoten wirken

- antiparasitär wirken
- die Niere, Haut und den Darm unterstützen
- das Immunsystem stärken
- und vieles mehr

Welche Vitalpilze genau zum Einsatz kommen hängt vom Hund und dessen Symptomen ab. Unter anderem kommen der ABM, Chaga, Cordyceps, Hericium und Reishi in Frage. Hier emphielt es sich einen Mykotherapeuten hinzuzuziehen.

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 14:00:13 @ Tierheilpraxis | Kommentar hinzufügen

Mit einem Schlag alt

Schilderung der Schlaganfallbehandlung meiner Hündin mit Myco- und Phytotherapie

Tag 0 – Ende März 2018

Ich komme gerade vom Kaffee zurück in mein Büro. Meine 7.5 jährige Jack Russell Hündin Pixi schaut mich aus der Hundebox heraus mit grossen Augen an. Ich beuge mich über sie, frage was los ist. Sie versucht meinem Blick zu folgen – und fällt einfach um. Irgendetwas stimmt nicht und zwar ganz und gar nicht. Ich öffne die Hundebox und möchte das sie raus kommt. Sie versucht es, will zu mir, doch die komplette rechte Seite ihres Körpers ist kraftlos und kann von ihr nicht wirklich benutzt werden. Ich nehme sie auf den Arm, setzte mich hin und streichle sie beruhigend während ich die Tierärztin anrufe.

Kurze Zeit später sind wir dort. Pixi kann ihre rechte Körperhälfte wieder soweit benutzen das sie nicht ständig umfällt, ist jedoch in ihrer Motorik noch stark eingeschränkt. Den grössten Teil des Anfalls habe ich, da ich nicht im Raum war, wohl gar nicht mitbekommen.

Diagnose: Schlaganfall – Blutgerinnsel im Gehirn

Und nein, wir reden hier nicht vom Vestibularsyndrom, dessen ideopatische Form meistens nur einmal auftritt und von dem sich der Hund zumeist komplett erholt, sondern von einem richtigen Schlaganfall. Einem Ereignis, dass jederzeit wieder kommen kann, dass zu Einschränkungen führen und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Die Tierärztin machte mir hier wenig Hoffnung das dies der einzige Schlaganfall bleiben würde und leider sollte sie recht behalten.

Um als Ursache einen Herz- und Lungenwurm (Angiostrongylus) auszuschliessen wurde noch Blut abgenommen. Wir bekamen Karsivan – ein durchblutungsförderndes Medikament – mit nach Hause und holten in der Apotheke noch ein Vitamin B-Komplexmittel.

Tag 3 – Ende März 2018

Pixis motorische Einschränkungen haben sich über das Wochenende komplett erholt. Ein Anruf bei der Tierärztin bestätigt meine Vermutung – kein Angiostrongylus. Woher auch? Doch was nun? Laut Tieräztin bleibt mir nichts anderes übrig als das Karsivan als Dauertherapie zu geben und zu hoffen, dass es keinen weiteren Anfall geben wird.

Einige Monate später – Herbst 2018

Das Karsivan wurde inzwischen durch ein Ginkgo-Präparat ersetzt und wir haben einen weiteren Schlaganfall hinter uns von dem sich Pixi aber innerhalb weniger Stunden erholte. Allerdings habe ich das Gefühl einen uralten Hund zu Hause zu haben. Vor allem im Vergleich zu meinem gleichaltrigen Jack Russell-Mischling Jack fällt das auf. Weder das Karsivan noch der Ginkgo konnten etwas daran ändern das Pixi langsam, lustlos und schlecht gelaunt ist. Alles scheint ihr schwer zu fallen, allein das Aufstehen aus dem Hundekörbchen zum Gassi gehen dauert ewig oder wird komplett verweigert. Ich möchte mehr tun – da muss es doch was geben… Gerade mache ich eine mehrmonatige Ausbildung um mich als Tierheilpraktikerin auf Mycotherapie zu spezialisieren. Vitalpilze, ja, das ist einen Versuch wert.

Frühling 2019

Pixi bekommt inzwischen mehrere Vitalpilze

- zur Durchblutungsförderung

- zur Leistungssteigerung

- zur Förderung des Immunsystems

- die antidepressiv wirken

- mit verjüngendem Effekt

Und ich erkenne meine Hündin nicht wieder. Oder doch, ich erkenne die junge verrückte Hummel wieder, die Pixi war als sie 2 – 3 Jahren alt war. Lange Wanderungen, ausgelassenes Toben mit Jack… Pixi ist wieder ein fröhlicher und vitaler Hund.

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Herbst 2019

Ein Jahr lang Vitalpilze – ein Jahr mit Höhen, aber auch  ein paar Tiefen. Pixi hatte noch zwei weitere kleine Schlaganfälle und sie hat ihr rechtes Hinterbein immer weniger unter Kontrolle. Ansonsten ist sie allerdings fit, hat gute Laune, spielt und auch lange Spaziergänge bzw. Wanderungen macht sie ohne Probleme mit – teilweise bis zu 20 km. Bis jetzt schränkt sie das Bein kein bisschen ein. Doch ich befürchte, dass das nicht so belieben wird und entschliesse mich zusätzlich zu den Vitalpilzen wieder Ginkgo zu geben.

Winter 2019/2020

Die Kombination aus Vitalpilzen und Ginkgo hat super angeschlagen. Das rechte Hinterbein hat sich komplett regeneriert. Pixi ist bei den täglichen Gassirunden motiviert wie noch nie. Überall wird geschnüffelt und alles erkundet.

Hätten wir mit Karsivan weniger Schlaganfälle gehabt? Vielleicht, ich denke es allerdings nicht. Die Vitalpilze und der Ginkgo haben es indes geschafft aus einer alten griesgrämigen  Hundeoma eine lebensfrohe, motivierte und glückliche Hündin zu machen. Ich hoffe das diese verrückte Hummel noch lange an meiner Seite bleibt und wir noch viele schöne Jahre haben. Ich habe die Vitalpilze inzwischen schon bei anderen Beschwerden angewendet und bin jedes Mal  begeistert über die tollen Ergebnisse. Vitalpilze, vorallem  auch in Kombination mit pflanzlichen Präparaten, bieten eine  natürliche und vielfälltige Methode zur Behandlung verschiedenster Beschwerden.

© Carolin Schneider - InuTe

Carolin Schneider - 13:56:28 @ Tierheilpraxis | Kommentar hinzufügen


 
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